Trauringe -> Ringgrößen

Als Ringgröße wird der innere Umfang oder aber der Innendurchmesser eines Ringes bezeichnet. Goldschmiede und Juweliere messen die Ringgröße mit einem genormten Ringmass. Hierbei handelt es sich um Ringe in entsprechenden Größen, so dass durch Aufstecken der einzelnen Ringe die passende Größe genau ermittelt werden kann. Denn Ringgröße ist nicht gleich Ringgröße! Wenn Ihnen ein schmaler Ring einer bestimmten Größe passt, so wird Ihnen ein breiterer der selben Größe vielleicht schon unangenehm eng sein. Deshalb ist bei der Ermittlung der korrekten Ringgröße der sicherste Weg der Gang zum Juwelier.

Weltweit werden unterschiedliche Ringmaße verwendet. Die hier aufgeführten Maße für Ringgrößen sind international die bekanntesten:

  • Wiener Vereinigungsmaß (Umfang in mm)
  • Französisches Maß (Umfang minus 40 mm)
  • Pacher Maß (Wiener Vereinigungsmaß; 1,85)
  • Durchmessermaß (Wiener Vereinigungsmaß; 3,14)
  • Englisches Maß
  • Amerikanisches Maß (USA/Kanada)

Im Folgenden zeigen wir Ihnen, wie Sie die internationalen Größenmaße umrechnen können:

 

Die persönliche Ringgröße kann auch festgestellt werden, indem bei einem gut sitzenden, vorhandenen Ring der innere Durchmesser in Millimeter (mm) mit Hilfe eines Messchiebers ermittelt wird. Anschließend wird dieser mit der Kreiszahl PI (gerundet 3,142) multipliziert. Das Ergebnis ist der Innenumfang.

Eine weitere Methode zur ungefähren Ermittlung der Ringgröße ist die Bestimmung des Innenumfangs mit Hilfe eines Papierstücks. Hierzu wird ein wenige Millimeter breiter Papierstreifen ausgeschnitten und um den Finger gewickelt. Die Schnittstelle des Papiers wird auf beiden, einander überlappenden Lagen markiert und anschließend der Abstand zwischen den Markierungen mit einem Lineal ausgemessen. Jedoch berücksichtigt diese Methode nicht, dass Ringe je nach ihrer Gestalt, der Form des Fingers und der Ausprägung der Fingerknöchel unterschiedlich weit gearbeitet werden müssen, um angenehm tragbar zu sein.

Die Verwendung einer so genannten Lochmaske ist ebenfalls weit verbreitet. Diese ist häufig aus Papier bzw. Karton und zur Ermittlung der Ringgröße nur bedingt geeignet, da zu ungenau. Gleiches gilt für die Messung mit dem Papierstreifen. Beide Verfahren werden jedoch insbesondere im Versand- und Onlinehandel gerne verwendet, führen aber regelmäßig zur Problemen und zu Einbußen beim Tragekomfort.

Auch gilt es Folgendes bei Ermittlung der Ringgröße noch zu beachten:

  • Die Finger der linken und rechten Hand sind meist unterschiedlich dick, deshalb sollten Sie auch immer den Finger messen, an dem Sie den Ring tragen möchten.
  • Breite Ringe müssen oft etwas größer sein als schmale Ringe.
  • Ihre Ringgröße ändert sich im Verlauf des Tages. Finger sind abends meist dicker als morgens.
  • Finger sind im Sommer gewöhnlich dicker als im Winter. Je höher die Temperatur, desto dicker die Finger.
  • Die Ringgröße ändert sich auch im Laufe Ihres Lebens. Vertrauen Sie deshalb möglichst nicht auf eine vor langer Zeit ermittelte Größe.

Damit Sie viel Spaß mit Ihrem neuen Ring haben, ist die richtige Ringgröße entscheidend. Ein Ring sollte immer gut passen. Erstens ist dies wichtig für den Tragekomfort, und zweitens können Sie ihn dann nicht so leicht verlieren. Daher sollten Sie vor einem Kauf stets die optimale Größe ermitteln lassen.

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