Trauringe -> Materialien

Eheringe sind Symbole für eine Liebe, die unendlich lange halten soll. Diese Unendlichkeit spiegelt sich auch in der Symbolik des Rings wider, da ein Ring ebenfalls nicht endet. Dieses Zeichen für die Liebe der Eheleute soll sich nach Möglichkeit auch in dem verwendeten Material des Ringes wiederfinden. In erster Linie werden für die Herstellung von Trauringen daher nur sehr hochwertige und edle Metalle verwendet.

Es gibt eine Unzahl an verschiedenen Materialien für Eheringe, wobei die Materialauswahl meist aktuellen Trends folgt. Derzeit sind Ringe aus Misch-Materialien, so genannte Bicolor-Ringe, besonders gefragt. Doch auch der klassische Goldring ist nach wie vor begehrt. Möglich sind verschiedenste Varianten: Stahl und Silber, Stahl und Gelbgold oder Weißgold und Gelbgold. Aber auch Platin wird immer beliebter. Das weiße Metall ist sehr zäh, härter als Gold und selten. Daher gilt als es als sehr kostbar, was sich auch im Preis widerspiegelt.

Für welches Material und für welche Legierung Sie sich letztendlich entscheiden, Tragespuren, also kleine Kratzer und Kerben, werden sich im Lauf der Zeit immer abzeichnen. Schließlich begleitet Sie Ihr Trauring ein Leben lang, 24 Stunden täglich an allen Tagen im Jahr und ist somit vielen Strapazen ausgesetzt.

Silber

Hier heißt die Stempelung im Ring meist 925, manchmal aber auch 800 oder 835. 800 und 835 sind minderwertige Legierungen und in Deutschland wenig verbreitet. Bei 925 handelt es sich um Sterling Silber. Sterling Silber ist die hochwertigste Silberlegierung und meist auch zusätzlich anlaufgeschützt. Silber strahlt in der heutigen Zeit den Zeitgeist und die Modernität wieder. Die Modefarben und die Outfits der jungen Generation harmonieren mit Silber erstklassig und sind deshalb sehr gefragt. Für Trauringe ist Silber aber nicht hart genug um eine lange Lebensdauer zu garantieren. Deshalb sind Silberringe eher geeignet als Partnerringe für die erste Liebe oder als Freundschaftsringe.

Gold

Gold muss durch seine physikalische Eigenheit, man sagt Gold ist weich, legiert werden. Legierung heißt: zum reinen Gold werden weitere Bestandteile hinzugefügt um das Material zu härten und verarbeitungsfähig zu machen. Trauringgold ist das härteste Schmuckgold das produziert wird und damit auch das Hochwertigste. Man muss sich vorstellen dass einen haushohe Schlagmaschine auf das Material solange einschlägt bis es auf Molekularebene zusammenrückt und damit härtet. Die Maschine entwickelt bei diesem Arbeitsgang eine Lärmpegel eines startenden Düsenjägers mit bis zu 140 Dezibel. Aus diesem Material werden die fugenlosen Rohre gezogen von denen scheibenweise die Ringe abgeschnitten werden.

Die Legierungsbezeichnung (333/000; 585/000; 750/000; 990/000; etc.) gibt an, wie groß der Gewichtsanteil des Feingoldes am Gesamtgewicht ist. Mit einem Goldanteil von fast 60% wird die Legierung 585/0000 mit hervorragenden Trageeigenschaften und gutem Aussehen bevorzugt. Besonders hochwertig ist die Legierung 750/000. Der Goldgehalt ist bei mindestens 75% und nähert sich der warmen Farbe des reinen Goldes. Als Legierungsmetalle werden neben dem Gold z.B. Silber, Kupfer und Palladium eingesetzt. Die Legierungsmetalle verändern auch die Farbe des Goldes. Höherer Kupferanteil macht den Goldton rötlich, ein höherer Anteil von Silber und Palladium ergibt Weißgold.

Der Grundton von Gold ist gelb, in der Legierung mit Silber oder Palladium wird dieser Ton intensivert. Weißgold wird hergestellt mit der Legierung von Palladium. Palladium ist ein Edelmetall stark verwandt mit dem Platin. Palladium ändert die Farbe des Goldes von Gelb in Weiß. Ein Weißgoldring 585 besteht z.B. aus 58,5 % Gold und ca. 15-18% Palladium, ca.9- 12% Silber und 4-5 Spuren von weiteren härtenden Metallen und Beimengungen wie Wismut und Iridium. Rotgold wird genauso legiert, nur ist hier der Anteil von Kupfer größer um den roten Ton zu erzielen.

Platin

Platin wird überwiegend mit einem Feingehalt von 950/000 verarbeitet. Das heißt, von 1000 Gramm Schmuckmetall sind 950 Gramm, also 95 Prozent, reines Platin. Im Stempel eines traurings wird dies mit Pt 950 dokumentiert. Platin besitzt individuelle Eigenschaften, die kein anderes Schmuckmetall aufweist. Eigenschaften, die Platin unverwechselbar von Gold und Silber unterscheiden. Platin ist fester, zäher und schwerer als alle anderen Schmuckmetalle.

Durch die Dichte von etwa 22 Gramm pro Kubikzentimeter ist ein Platinschmuckstück gleichen Volumens gegenüber einem 750 Gelbgold- Schmuckstück etwa ein Drittel schwerer. Der höhere Feingehalt sowie der höhere Metallpreis und nicht zuletzt die schwierigere Verarbeitung von Platin lassen schnell den Preis verdoppeln.

Dies sind Merkmale für Kostbarkeit und Exklusivität. An dieser unverfälschten Reinheit liegt es auch, dass Platin nicht verblasst oder seine Farbe verändert. Auch nach längerem Tragen entsteht kaum Metallverlust durch Abspanen. Platin ist hautverträglich und besonders für Allergiker zu empfehlen.

Titan

Titan ist ein sehr modernes Material aus der Raumfahrttechnik. Sehr leicht aber auch sehr widerstandsfähig, säurefest und sehr belastbar in der Verwindung. In der Ringschiene wird der Schriftzug "Titan" geprägt.

Edelstahl

Edelstahl ist der neueste Trend bei Trauringen. Außergewöhnliche Materialeigenschaften sowie tolle Kombinationsmöglichkeiten mit Steinen und Formen öffnen ganz neue Möglichkeiten für das Design und die Gestaltung. Trauringe aus Stahl wirken in der Regel sehr edel, wobei sie im Gegensatz zu Gold- und Platinringen recht preiswert und günstig sind. Deshalb ist dieses Material insbesondere bei jungen Menschen sehr beliebt.

Als Edelstahl bezeichnet man legierte oder unlegierte Stähle mit besonders hohem Reinheitsgrad. Zu den Edelstählen zählen zum Beispiel hochreine Stähle, bei denen durch einen besonderen Herstellungsprozess Bestandteile wie Aluminium und Silizium aus der Schmelze ausgeschieden werden. Edelstahl ist rostfrei und zudem korrosionsbeständig, dadurch ist ein Ring aus Edelstahl sehr haltbar.

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