Perlen -> Zusammensetzung
Die Perle hat eine kristalline Struktur und besteht wie die Muschelschale zu 80-92 % aus Calciumcarbonat (CaCO3) in seiner primären Form des so genannten Aragonit. Sekundär ist Calciumcarbonat als Calcit vertreten, hinzu kommt ein kleiner Anteil an Wasser. Die Kristalle wachsen in Form von Plättchen, sind schichtweise geordnet und werden von einer organischen Mischung aus Proteinen und so genanntem „Conchin“ (bzw. „Conchiolin“) gewissermaßen lose miteinander „verkittet“. Dadurch entsteht eine hohe Bruch- und Stoßfestigkeit. Die Bestandteile von Perlmutt und die Bestandteile der Perlen sind identisch, jedoch ist das „Rezept“ bzw. die respektiven Prozente der „Zutaten“ etwas anders. Perlmutt enthält z.B. etwas mehr Wasser im „Rezept“.
| Abb. Perlmutt im Rasterelektronenmikroskop |
Perlen sind härter bzw. widerstandsfähiger als Perlmutt. Ihre Mohs'sche Härte beträgt 3,5–4. Sie wachsen in Schichten, die bei einer durchgesägten Perle ähnlich wie Baumringe zu sehen sind.
Der Glanz, „Lüster“ genannt, entsteht durch die Lichtreflexion und -brechung an den Kristallgrenzen des Calciumcarbonats wie an den dort eingelagerten Wassermolekülen und wird umso feiner, je dünner und zahlreicher die Schichten sind (Interferenz). Durch das „Austrocknen“ und eine Veränderung der organischen Bestandteile kann ein Alterungsprozess bei Perlen eintreten.
Die Farbe ist abhängig von der Art der Perlmuschel, ihrem Lebensraum und der Wassertemperatur. Sie reicht von Weiß über Gelb, Rosa bis Grau. Perlen können, nachdem sie aus der Muschel genommen wurden, in nahezu allen Farben gefärbt werden. Sie vertragen jedoch weder Hitze, Laugen noch Säuren. (Man denke an Kleopatra und ihre legendäre Wette mit Marcus Antonius.)





