Perlen -> Naturperlen
Naturperlen entstehen eher durch Zufall in der Natur, nämlich dann wenn eine Art Reizstoff (ein in die Muschel eingedrungener Parasit oder ein Stück Fleischnahrung) sich im Gewebe der Muschel festsetzt. Als Antwort auf diesen Reiz produziert die Muschel Perlmutt , eine Mischung aus Kalziumkarbonat und organischen Substanzen, welche sich dann Stück für Stück um den Eindringling herum aufbaut. Über einen Zeitraum von mehreren Jahren formt das Perlmutt eine neue Perle.
| Abb. Perle in Auster |
Größe, Form und Farbe der Perle werden durch verschiedene Faktoren bestimmt, z.B. durch die Größe und Form der Muschel, oder, ob die Muschel in Salz- oder Frischwasser lebt, ggf. auch, in welcher geographischen Region die Muschel aufgewachsen ist. Naturperlen mit einem hohen kommerziellen Wert und entsprechender Attraktivität sind sehr selten. Seit etwa dem frühen 20. Jahrhundert haben Zuchtperlen als sehr gängige und am ehesten verfügbare Form die Naturperlen am Markt verdrängt.
Zuchtperlen sind sehr beliebte Perlen, ebenso im Innern einer Muschel organisch gewachsen wie die Naturperlen. Der Unterschied im Falle von Zuchtperlen ist der, dass der Perlenzüchter ganz bewusst durch das Einpflanzen eines Kernes in das Gewebe der Muschel die Entwicklung einer Perle beeinflusst. Dadurch ist die Entstehung und Weiterentwicklung einer Perle nicht länger dem Zufall überlassen.
Naturperlen findet man heute sehr oft im Rahmen von Auktionen und Versteigerungen älterer Schmuckbestände aus Vermögen usw. Mit anderen Worten, hier findet man weniger neue Perlen als alte. Nichtsdestotrotz werden heute noch viele Naturperlen - Plantagen mehr und mehr übererntet, i.e., Plantagen im Persischen Golf und Süßwasser-Plantagen in den USA.
Conch-Pink-Naturperle
Die Conch-Pink-Naturperle ist eine der seltensten Naturperlen der Welt aus der Karibik. Sie entsteht in der großen Flügelschnecke, der "Strombus Gigas". Diese lebt auf Sandbänken in 35 m Tiefe, wird rund 20- 30 cm lang, bis zu 3 kg schwer und kann 20 Jahre alt werden. Mit 7 Jahren ist die Schnecke ausgewachsen.
Diese dekorative Schnecke wird ausschließlich wegen ihres Fleisches gefischt, welches in der Karibik als hochwertiges, proteinhaltiges Nahrungsmittel begehrt ist.
| Abb. Conch-Pink-Naturperle |
Aus der Schale "Rosalin" werden Gemmen und Kameen geschnitten. Früher wurde das Schalenmaterial in großen Mengen zur Porzellanherstellung in England verwendet.
Beim Filetieren finden sich sehr selten (ca. alle 50.000 Schnecken) eine Conchperle (vom engl. "great conch").
Diese Perlen sind in der Regel 4 - 12 mm groß. Sie kommen in den Formen rund, barock und oval vor, sind in vielen Farbnuancen wie rötlich-braun, lachs, beige, creme, weiß, bis ins rosè (pink) zu finden. Daher auch der Name "Pinkperle"
Abalone-Perlen
Die perlbildenden Schnecke "Haliotis Gigantea" zu deutsch auch Seeohr genannt, erinnert an die Form eines menschlichen Ohrs. Sie wird ca. 12 cm lang.
| Abb. Abalone Perle |
Diese sehr seltenen und interessanten Abalone Perlen schillern in den herrlichsten Farben in sattem blau- grün, und Gold. Die Formen sind bizarr bis unförmig. Das schmackhafte Fleisch der Haliotes wird in Ostasien als Delikatesse angeboten. Fundorte sind Japan, Korea und der pazifische Ozean.





