Expertentipp

Schmuck- und Edelsteinkauf ist Vertrauenssache!

Günstige Gelegenheiten beim Schmuckkauf im Ausland sind fast immer ein Schwindel, warnen Experten seit Jahren. Der Preis für Schmuckmetalle wie Platin, Gold und Silber ist international identisch. Trotzdem glauben gerade viele unerfahrene Käufer, dass Gold im Ausland günstiger ist.

Deshalb erweisen sich Schmuckkäufe im Ausland immer wieder als Reinfall. Besonders nach den Haupturlaubszeiten kommen Urlauber aus den typischen Urlaubsländern wie Türkei, Tunesien oder Ägypten zum Juwelier, um das vermeintliche Schnäppchen zu schätzen oder Änderungen vorzunehmen. Doch bei näherer Betrachtung wird das Urlaubsschnäppchen meist schnell zum Reinfall. Sicherlich kostet die reine Arbeit in den genannten Urlaubsländern meist weniger. Tatsache ist jedoch, dass Goldnotierungen und Edelsteinkurse international sind und sich daher derartige Schnäppchenpreise seriös weder kalkulieren noch erklären lassen. Die Unterschiede liegen fast immer in der Legierung und/oder der Verarbeitung. Das edle Metall Platin wird so z. B. häufig durch billiges Nickel oder Silber ersetzt. Und es wird auch immer wieder von betrügerischen Geschäften mit Goldschmuck im großen Stil berichtet. Goldketten sind nicht aus Gold sondern lediglich aus Kupfer und vergoldet. Die spezifische gelbgoldene Farbe wird durch eine galvanische Vergoldung erzeugt. Der Dumme ist der Käufer.

Und auch Edelsteine sind ein beliebtes Souvenir. Jedes Jahr fallen Urlauber auf betrügerische Edelsteinhändler im Ausland herein. Besonders günstige, aber angeblich wertvolle Stücke stellen sich oft als billige Imitations-Steine heraus. Hauptschauplätze sind: Sri Lanka, Thailand, Brasilien und die afrikanischen Staaten.

Für Experten ist es unverständlich, warum an und für sich vorsichtige Menschen gerade im Ausland bei ihnen völlig fremden Menschen Edelsteine kaufen und als Laien lediglich auf die Aussagen der Verkäufer und meist wertlosen Zertifikate vertrauen. Dabei bedienen sich beispielsweise in Thailand manche Händler mit dem Trick, dass sie Visitenkarten von angeblichen Stammkunden aus Österreich und Deutschland vorweisen, um so Vertrauen zu schaffen. Stellt sich dann heraus, dass der Urlauber einen billigen, synthetischen Diamant oder Saphir für angenommen 500Euro gekauft hat, der praktisch nur 10 Euro wert ist, so kann der Urlauber sein Geld meist in den Wind schreiben.

Wenn man also im Urlaub Schmuck oder Edelsteine kauft, dann sollte man ihn nur als Erinnerungsstück erwerben und im Zweifel gilt: Besser Finger weg!

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