Diamanten -> Förderung
Bis zur Entdeckung der ersten Diamantvorkommen in Südafrika hatte man Diamanten immer in sekundären Vorkommen gefunden. Das bedeutete, dass diese in erodiertem Gestein meist in der Nähe von Flüssen anzutreffen waren und so leicht gewonnen werden konnten. So bediente man sich zunächst primitiver Verfahren wie Sieben und Waschen des Flußgrundes.
Ausgehend von diesen ersten Verfahren nahm die Diamantgewinnung, auf den weltweiten Minenerfahrungen (Kohle, Erze) aufbauend, eine Entwicklung zur hochentwickelten Technik. Die Kimberlit-Pipes baute man zunächst im Tagebau ab. Wenn dann der Tagebau ab Tiefen von, je nach örtlichen Gegebenheiten, bis zu 100 m durch herabstürzende Erdmassen in zunehmendem Maße lebensgefährlich wurde, musste man zu bergmännischen Abbaumethoden übergehen. Hier entwickelte sich zunächst der Bruchkammerabbau. Variationen davon sind der Blockbruchbau und der Trichterbruchbau; beide sind im Grunde genommen lediglich Abwandlungen des Prinzips des Bruchkammerabbaus. Alluviale Lagerstätten werden im Tagebau betrieben. Sie gleichen riesigen Baustellen, bei denen mit gigantischem Gerät gewaltige Erdmassen bewegt werden. Die Firma De Beers hat ein Tochter-Unternehmen gegründet, das sich sogar ausschließlich mit dem Abbau der Diamanten auf dem Meeresgrund beschäftigt, die De Beers Marine.
Alle Abbaumethoden haben gemeinsam, dass sie sich im Zuge der fortlaufenden Technologisierung von der ausschließlichen Handarbeit zu hochtechnisierten Arbeitsmethoden entwickelten und auch weiterhin entwickeln werden. Heute hat das Rohstoffkartell von De Beers den weltweiten Diamantenhandel fest in der Hand und diktiert die Preise.





