Diamanten -> Eigenschaften
| Abb. Rohdiamanten |
Der Diamant besitzt ein kubisches Kristallsystem. Ungeschliffene Diamanten bilden vorwiegend Oktaeder und Dodekaeder, aber auch Würfel und kompliziertere Formen (24 oder 48 Flächen) sowie Kombinationsformen. In reinem Zustand ist er transparent (durchsichtig). Aber oft ist er durch Verunreinigungen in den verschiedensten Farben gefärbt. Durch diese Verunreinigungen und auch durch so genannte Gittereffekte sind alle Farben möglich: Gelblich, Braun, Rot, Pink, Grün, Gelb, Blau, Schwarz usw. Außerordentlich selten sind transparente Diamanten mit reinen Farbtönen, wie z.B. Grün, Blau, Purpur, Braun und Gelb. In diesen Fällen, bei Braun und Gelb jedoch nur bei besonders starker Sättigung, spricht man im Handel von "Phantasiefarben", oder englisch "fancy colours".
Kein Diamant ist frei von Einschlüssen. Die Einschlüsse können mikroskopisch klein sein oder mit der Lupe und sogar mit dem bloßen Auge erkennbar sein. Meist handelt es sich um Mineraleinschlüsse, z.B. andere kleine Diamanten oder sonstige Materialien, die bei der Entstehung des Diamanten anwesend waren oder zugleich mit ihm gebildet wurden. Risse gelten auch als Einschlüsse und können natürlicher Herkunft sein, wenn Diamantvorkommen z.B. durch geologische Vorgänge mechanisch beansprucht wurden.
Aus Gründen mangelnder Transparenz oder unansehnlicher Farbe eignen sich 75% der Weltförderung nicht zu Schmuckzwecken. Dieser Anteil findet eine ständig zunehmende industrielle Verwendung bei einer Vielzahl von technischen Verfahren. Diese Steine bezeichnet man in Abgrenzung zu Schmuck-Diamanten als Industrie-Diamanten.





