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Polizei veröffentlicht Videobilder aus Überfall auf Juwelier Wilm

(03/2009) Knapp 60 000 Euro ist der Ring wert, den drei Täter am 18. Dezember 2008, kurz vor 18 Uhr, aus dem Juweliergeschäft Wilm am Ballindamm in Hamburg gestohlen haben. Die Polizei fahndet jetzt mit Bildern aus einer Videoüberwachungskamera nach den Tätern.
Zwei der Männer gingen in das Geschäft und fragten die Verkäuferin auf Russisch nach einem orange-braunen Achtkaräter, der in einen Roségold-Ring gefasst war. Ein Komplize blieb vor der Tür stehen. Als es um einen Preisnachlass ging, verließ die Mitarbeiterin kurz den Raum, um mit ihrem Chef, Juwelier Mark Wilm, zu sprechen. In diesem Moment öffnete einer der Männer mit einem Dietrich eine Vitrine und steckte den Ring ein. Der Verkäuferin sagten die Täter, dass sie sich den Kauf noch einmal überlegen wollten.
Unmittelbar nachdem der Diebstahl bemerkt worden war, warnte Mark Wilm die umliegenden Juweliere in der Innenstadt vor den Dieben. Insgesamt dreimal hätten die Täter das Geschäft aufgesucht und Interesse an Schmuckstücken bekundet. Wilm geht davon aus, dass sie es von Anfang an auf den Ring abgesehen hatten. „Es ist ein Tropfendiamant, der 8,15 Karat hat. Experten müssten ihn sofort erkennen“, so Juwelier Mark Wilm. Außerdem hat der Ring 128 weitere eingefasste braune Diamanten.
Juwelier Wilm ist wiederholt das Opfer von Verbrechern. 1989 und 1998 überfielen Räuber seine Filiale in Kampen auf Sylt und raubten Schmuck im Wert von mehr als einer Million Euro. Mark Wilm gilt als Juwelier für Prominente. Seine Kundschaft ist oft millionenschwer. Neben der Arbeit für Könige und Hochadel hat Juwelier Wilm auch 1943 den "Großadmiralsstab" von Kriegsmarine-Chef Karl Dönitz gefertigt.
Hinweise zu der Tat, die sich bereits Mitte Dezember ereignete, nimmt die Polizei unter Telefon 4286-56 789 entgegen.





