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Rasante Entwicklung in Deutschland
Trauringe begehrt wie nie zuvor
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| Edel aber teuer:Platinringe |
| inhorgenta |
(11/2010) Die Zeiten, in denen die Auswahl an Trauringen beim Juwelier sehr begrenzt war und diese unbedingt rund und aus Gold sein mussten, sind vorbei. Der Markt hat eine rasante Entwicklung in Deutschland durchgemacht und Trauringe sind mittlerweile zu einer bestimmenden Größe im Schmucksegment geworden. Ein Grund dafür ist die Bereitschaft von Ehepaaren, auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten nicht an den Hochzeitsvorbereitungen zu sparen.
Ein anderer ist die zunehmende Möglichkeit für Verbraucher, den Ehering aus einer nahezu unendlichen Auswahl an Designs und Materialien individuell anfertigen zu lassen. Die Kunden reden also immer öfter mit, wenn es sich um die Gestaltung des Eherings handelt und sorgen dafür, dass die Grenze zwischen Trau- und Schmuckring immer mehr verschwindet.
Weg vom kühlen Design – hin zu warmen Farben und lebendigen Formen
Ob klassisch oder modern, Trauringe symbolisieren die Partnerschaft und variieren somit von Paar zu Paar. Einige Trends sind jedoch für die gesamte Branche zu beobachten: „Die Entwicklung hin zu breiten Ringen ist gebrochen. Die neuen Designs werden schmaler und femininer“, so Sandro Erl, CEO von Furrer Jacot. Insgesamt sind die Ringe nicht mehr so kühl und bekommen immer mehr organische Formen. Doch nicht nur bei der Formgestaltung gibt es Neuheiten. „Ein eindeutiger Trend geht Richtung Zweifarbigkeit. Paare kombinieren immer mehr. Am meisten weißes Platin mit Rosé-Gold“, erklärt Maximilian Dieterle, Juwelier aus Regensburg. In der Tat ist weißes Platin immer noch das beliebteste Material. „Stark im Kommen sind auch prägnante Oberflächenstrukturen. Der Ring kann so einer bestimmten Tierhaut nachempfunden werden, wie zum Beispiel Tiger-Muster.“
Kunden sprechen bei der Gestaltung immer mehr mit
Das Zauberwort für Trauringe lautet „Individualisierung“: Hersteller gehen gezielt auf besondere Wünsche der Kunden ein und bieten Konfiguratoren an, mit denen sich die zukünftigen Brautpaare schon vorab im Internet einen ersten Entwurf selbst zusammenstellen können. „Die Kunden haben dadurch schon genaue Vorstellungen, was sie möchten. Mit Konfiguratoren lassen sich die meisten Grundfragen wie Form, Farbe und Material klären“, so Dieterle. Mit dem Ausdruck geht man dann zum Juwelier und der gibt noch letzte Ratschläge und hilft bei der finalen Entscheidung. „Vor allem junge Leute finden diese Art der Ideenbeschaffung im Internet sehr ansprechend.“
Die große Bandbreite an Materialien und Formen lässt mittlerweile keine Wünsche mehr offen. So sind auch ausgefallene Trends entstanden, wie z.B. die Gestaltung eines Rings aus dem Knochen des Partners, der mithilfe der DNS gezüchtet wird. Oder die Herstellung eines synthetischen Diamanten aus den Haaren des Geliebten. Die Technik macht es möglich.
Ähnliche Erfahrungen hat auch Marion Knorr, Designerin der „Wilden Ehe Ringe“, gemacht: „Personalisierung gewinnt auch immer mehr an Bedeutung. Paare verlangen immer mehr individuelle Ringe und keine Massenware“, so Knorr. Ihre Kollektion enthält Trauringe, die mit Struktur und Form spielen. Dabei steckt hinter jedem Ringpaar eine kleine Geschichte, die eine Beziehung symbolisiert. Mit solch innovativen Stücken wird der Kunde emotional angesprochen: „Ehepaare möchten individuelle Haptik und Design. Der Trauring ist kein bloßes Ritual mehr, es steckt mehr dahinter.“
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